Thomas Uloth

Dipl.-Ing. für Gießereiwesen

Komplexe Prozesse erfassen, analysieren, kritische Pfade und Flaschenhälse aufzeigen und schnelle Abhilfe schaffen - diese Herausforderungen haben mich über alle beruflichen Stationen hinweg begleitet. Drei davon waren:

Fritz Winter Eisengießerei

Leistungsverbesserung der Kernmacherei

Das Besondere des Auftrags zur Leistungsverbesserung in der Kernmacherei war, eine schnelle Abhilfe für die geringe Wertschöpfung zu schaffen. Umsätze unterschritten die Kosten. Die eingesetzte Technik wurde beherrscht, schwierig war es jedoch, die Stellgrößen der Einflussfaktoren für Qualität zu ermitteln. In der Kernmacherei wirken unterschiedliche Faktoren komplex zusammen: Größe, Art, Eckigkeitsgrad und Korngröße des Sandes, eingesetzte Menge des Kunstharzes und Mischungsverhältnis der Aushärungskomponente, Einwirkzeit, Temperatur und Luftfeuchte beim Aushärten des Kerns, Zustand des Kernkastens an der Oberfläche des Formhohlraumes, die Befüll- und Entlüftungswege des Kernsandes und der Befülldruck. Ähnlich komplex das Handling der Kerne bis zur Montage zum fertigen Kernpaket: Bohren, Schrauben, und Kleben. Alle Fügetechniken stehen und fallen mit dem störungsfreien Funktionieren der Industrieroboter, Greifzangen, Schrauber, Schraubenvereinzelner, Klebstoffdosierer und die Aushärtung des Klebstoffes mit Strahlungsenergie. Auch das Schlichten der Kernoberfläche erfordert hohe Sorgfalt hinsichtlich der Einstellung und Beibehaltung des Mischungsverhältnisses aus Wasser und Keramikmehl. Mit dieser Fülle an Einflussgrößen wurde mit dem Betreiber innerhalb 3 Wochen ein Konzept erarbeitet, um die erforderliche Produktionsleistung zu erreichen.

HuF

Produktionsprozessoptimierung in der Zinkdruckgießerei

Die Komplexität des Betriebes in der Gießerei war zum einen durch die Vielfalt der Produkte und Legierungen gegeben und zum anderen durch die hohen Unterschiede der zu verarbeitenden Losgröße in den nachgeschalteten Bearbeitungs- und Montageprozessen der Fertigung. Eine Druckgussproduktion ist umso wirtschaftlicher, je größer das Gießlos ist. Denn die nicht unerheblichen Rüstkosten einer Druckgießmaschine beim Wechsel des Formwerkzeuges werden auf die einzelnen Gussstücke des Gießloses umgelegt. Dieser Logik stehen die Lagerkosten der Gussteile entgegen, da die nachgeschaltete Gussteilbearbeitung und Montage der Teile nicht im selben Arbeitstakt der Gussteilerzeugung erfolgen kann. Fast nebensächlich, doch erfolgsentscheidend war die Einrichtung eines Kanban-Systems, um die richtige Zuordnung und Auffindung von Gussteilen zu begünstigen. Großen Erfolg brachte die Reduzierung der Rüstzeit beim Wechsel der Formwerkzeuge auf den Druckgießmaschinen. Auf diesem Weg konnte kostenneutral die Größe der Gießlose und damit Lagerkosten minimiert werden.

Daimler AG

Umzug der Pumpenproduktion

1. Erweiterung der Gesamtlogistik für das Werkteil Hedelfingen, Projektleitung und Logistikplanung.
2. Projektmanagement für das Ausbringen der Bremsscheibenproduktion und das Einbringen der Turbinengehäuseproduktion in der Eisen-Gießerei Mettingen.

Wie erweitern wir den Produktionsprozess einer Gießerei in kürzester Zeit auf den doppelten Output, während die komplette Gießtechnik ausgetauscht und die Produktionsfläche renoviert werden?

Im Januar 2012 wurde ich in einer äußert schnellen Aktion in das Werkteil Hedelfingen der Daimler AG beordert, um die Logistik für die Produktionsprozesse in möglichst kurzer Zeit auf eine nahezu Verdopplung der Stückzahlen einzurichten. Die gesetzten Rahmenbedingungen waren herausfordernd, weil anscheinend nicht lösbar: Die Lagerflächen verringerten sich aufgrund der höheren Produktion, während sich die Transportwege verlängerten.

Als die interne Gießerei kurz nach meinem Arbeitsbeginn feststellte, dass ich als erfahrener Gießerei-Ingenieur als Freiberufler im Werk tätig war, wurde mir der Wechsel von der Getriebeproduktion in die Gießerei angeboten, was ich gern annahm. Die Fortführung der Produktions- und Logistikumstellung übernahm ein Berufskollege und Experte für Logistikplanung.

Die angestammte Eisengießerei des Werks sollte aufgelöst und durch eine neue, hochmoderne Stahlgießerei ersetzt werden. Hierfür musste die komplette Gießtechnik ausgetauscht werden. Zudem sollten die alten Anlagen nach der ordnungsgemäßen Demontage hochwertig verkauft werden. Und schließlich stand vor dem Einbau der neuen Gussanlagen die Renovierung der Produktionsfläche von ca. 5.000m2 an. Für diese Demontage- und Umbaumaßnahmen war ursprünglich ein Zeitrahmen von 12 Monaten eingeplant. Es erwies sich jedoch als schwierig, kurzfristig einen geeigneten Käufer für die Eisengießanlage zu finden, weshalb sich der Projektablauf um 6 Monate verlängerte. Schließlich wurde die alte Anlage in die Türkei verkauft. Die neuen Installationen sollten im Rahmen eines nachgeschalteten Projekts montiert und in Betrieb genommen werden, wofür ich nicht mehr verantwortlich zeichnete.

All meine Stationen

"Alles beginnt mit Ihrem Anliegen, Ihrer Idee, Ihrem Konzept"

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